17.11.2005

Appenzeller Volksfreund

 

 

Schule und Wohlbefinden

 

Mit verschiedenen originellen Aktionen machen Ostschweizer Lehrkräfte für Handarbeit, Hauswirtschaft und Gestalten die Öffentlichkeit auf ihre Anliegen aufmerksam. In Innerrhoden werden nächste Woche zuerst der Grosse Rat und dann die Bevölkerung mit einem selbstgebastelten Geschenk zum Thema «Wellness» überrascht. Im Oktober 2004 trafen sich in St. Gallen rund 700 Lehrkräfte aus den Bereichen Handarbeit, Hauswirtschaft und Gestalten zum ersten Symposium für ganzheitliche Bildung. Es ging um Stellenwerte, Inhalte und künftige Chancen und Ausrichtungen dieser Schulfächer. Der Dachverband der Ostschweizer und Liechtensteiner Lehrkräfte für Handarbeit Hauswirtschaft und Gestalten (HHG) will auch in diesem Jahr mit einer Aktion die Öffentlichkeit auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Nächste Woche werden in vielen Gemeinden der Ostschweiz Aktionen zum Thema Wellness angeboten. Mit den koordinierten Aktivitäten sollen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Behörden in den Regionen angesprochen werden. In Innerrhoden haben Primarklässler von der 3. Klasse an, Realschülerinnen und -schüler und die Sekundarschülerinnen und -schüler ein Überraschungsgeschenk gebastelt. Damit wünschen sie den Beschenkten «einen besinnlichen Advent und Zeit für ein Tässchen Tee». Die Adventsgeschenke werden am Montag den Mitgliedern vom Grossen Rat überreicht, danach verteilen die Kinder und Jugendlichen die 1000 Teebeutel gruppenweise an den Nachmittagen (Montag, Dienstag und Freitag ab 13.30 Uhr) oder wegen des Stundenplans am frühen Abend (Donnerstag ab 17.30 Uhr) bei den Einkaufszentren und in der Hauptgasse von Appenzell. Auch die Oberegger Schulen beteiligen sich an der Aktion.

 


15.11.2005

Appenzeller Volksfreund

 

 

Rita Neff arbeitete drei Jahre in Kenia

 

 

Mit reichen Erfahrungen kehrte Rita Neff nach drei Jahren Einsatz in Kenia nach Appenzell zurück. Am Freitagabend erzählte sie im Mesmerhaus von den Menschen, von ihrer Arbeit und der faszinierenden Natur im Land der Samburus. «Karibuni!» rief Rita Neff den Gästen im Mesmerhaussaal zu: «Seid willkommen!». Sie waren in grosser Zahl gekommen, um von der Innerrhoderin zu hören, wie es ihr in den drei Jahren in Afrika ergangen ist. Rita Neff ist zurück in ihrer Heimat und arbeitet wieder als Hauswirtschafts- und Handarbeitslehrerin. Die Erinnerungen an die Zeit in Kenia sind aber noch äusserst lebendig. Begeistert erzählte sie am Freitagabend, gekleidet in afrikanisches Gewand, von ihren Erfahrungen und Begegnungen. Die Menschen in der Diözese Maralal standen denn in ihrem Bericht stets im Mittelpunkt. Bruder Hans, der das grosse Publikum im Namen der Missionsgruppe Esperanza begrüsst hatte, hielt fest: «Mission ist keine Einbahnstrasse, sondern Begegnung und Austausch. Jeder der sich einsetzt für eine bessere Welt, ist ein Missionar.» Rita Neff hat im Land am Äquator, das 14 Mal grösser ist als die Schweiz, jungen Schulabgängerinnen den Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. In der vor 12 Jahren gegründeten und von italienischen Ordensfrauen geführten Schule lehrte sie in den Bereichen Hauswirtschaft, Gastronomie und Handarbeiten. Erst kürzlich wurde das Arbeitsprogramm, an dem Rita Neff massgeblich beteiligt war, vom Staat anerkannt.

 


06.04.2005

Appenzeller Volksfreund

 

Zwei Fälle von Meningitis in Innerrhoden

In einer Zeitspanne von nur 14 Tagen sind in Innerrhoden zwei Fälle von Meningitis aufgetreten, wie das Gesundheits- und Sozialdepartement (GSD) gestern Dienstag mitteilte. Laut Kantonsarzt Dr. Franz Ebneter konnten rasch die richtigen Massnahmen getroffen werden. Erkrankt war zunächst ein Mädchen im Kindergartenalter. Nach gezielter Behandlung mit Antibiotika konnte es nach Hause zurückkehren. Es ist wohlauf. Noch in Spitalpflege befindet sich eine Sekundarschülerin. Beide Familien und das unmittelbare Umfeld der Patientinnen wurde prophylaktisch gegen den Erreger behandelt, um einer eventuellen Ansteckung vorzubeugen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich in Innerrhoden aktuell eine Epidemie ausbreite, sei äusserst gering, betont der Kantonsarzt. Gänzlich ausschliessen könne man das aber nie. Die beiden Mädchen entstammen nicht der selben Familie, waren zum Zeitpunkt ihrer Erkrankung nicht einmal miteinander bekannt, wie Franz Ebneter gegenüber dem Appenzeller Volksfreund auf Anfrage erklärte. Wo sie sich angesteckt haben, ist unbekannt. Mehrere Erreger können eine Meningokokken-Meningitis auslösen. Bezüglich des bevorstehenden Schulanfangs nach den Osterferien versichert das Gesundheitsdepartement, es bestehe für weitere Personen keine Gefahr. Eine Entzündung der Meningen (Hirnhäute) äussert sich durch hohes Fieber, ein allgemeines Krankheitsgefühl, starke Kopfschmerzen und einen extrem steifen Nacken. Auch rotfleckige Ausschläge an Fingern und Händen gelten als deutliches Indiz. Betroffene bedürfen umgehend ärztlicher Behandlung. Wenn rechtzeitig die geeigneten Antibiotika verabreicht werden, kann der Patient bereits nach 24 Stunden aus der Isolation befreit werden. Die vollständige Genesung braucht aber Zeit.