25.10.2010

Eine sichere Investition in die Zukunft

Forum Beruf und Wirtschaft an der Sekundarschule Appenzell

 

Wichtig sei, dass sie eine Ausbildung finden, die zu ihnen passt, hörten die 14-Jährigen am Forum Beruf und Wirtschaft der Sekundarschule Appenzell. An diesem Tag erhalten Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen jedes Jahr Einblick in verschiedene Berufsfelder und Ausbildungswege. Es wurde ihnen am Dienstag vor allem vermittelt, dass ihnen viele Wege offenstehen.

 

Ungefähr 280 Berufe können Jugendliche in der Schweiz lernen. Als Orientierungshilfe erhalten die Sekundarschülerinnen und -schüler in Appenzell jedes Jahr Einblick in einige Berufsfelder. Fachleute und vor allem junge Leute, die in der Berufsausbildung stehen, erzählten ihnen am Dienstag von ihren Erfahrungen. Auf dem Programm standen auch ein Besuch im Berufsinformationszentrum im Gymnasium, wo Jugendliche sich selbstständig informieren können, Foren zu industriell-gewerblichen und kaufmännischen Berufen und zu Berufen des Gesundheitswesens, sowie Referate zu Lehrstellensuche und Bewerbung und zu Berufsschule und weiterführenden Schulen.

 

 

23.06.2010

Aufbruch zu neuen Gestaden

Die Sekundarschule Appenzell hat unter ehemaligen Schülerinnen und Schülern eine Erhebung durchgeführt

 

 

Im bald ablaufenden Schuljahr 2009/2010 spürte die Sekundarschule Appenzell ihrer Wirkung nach. Dazu wurden 180 Schülerinnen und Schüler der Austrittsjahre 2008 und 2009 per Post mit einem umfassenden Fragebogen zu ihrer Schulzeit und zum Einstieg in die Berufsschule bedient. Der Rücklauf betrug immerhin 50 Prozent, so dass etwa neunzig Fragebogen ausgewertet werden konnten.

Im Rahmen des ersten Teils des Schulprojektes «Lernen fördern» wollte man herausbekommen, ob die Schulabgängerinnen und Schulabgänger der Sekundarschule optimal für den Einstieg in die Berufswelt gewappnet sind, wo die Stärken und die Schwächen der Schule liegen und was sich allenfalls verbessern liesse. In einem zweiten Projektteil, der jetzt anläuft, wird man sich mit der gegenwärtigen Schullandschaft und den aktuellen, heute gepflegten und favorisierten Modellen kritisch auseinander zu setzen haben, um zu sehen, was von diesen Entwicklungen mit zu vollziehen Sinn ergeben würde. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass abgehende Schülerinnen und Schüler in der Berufsschule durchaus mithalten können. Sie nehmen ihre Sekundarschulzeit rückblickend als wichtigen Lebensabschnitt wahr und als Brücke zur Welt des zu erlernenden Berufs. Bei vielen ist dieser Abschnitt mit positiven Erinnerungen und mit einem Quäntchen Sentimentalität verbunden, was für die Schule spricht.

Mehr als Schule

Die Sekundarschule ist mehr als eindimensionale Vorbereitung und Veranstaltung zugunsten des gewählten Berufs. Sie wird in der oft genug schwierigen Phase der Pubertät absolviert und soll darum auch eine Lebensschule sein, Schritte zum Erwachsenwerden anregen, mit sicherer Hand begleiten und Werte vermitteln. So geht es unter anderem darum, Schülerinnen und Schüler dazu anzuleiten, Verantwortung für die Konsequenzen ihres Tuns zu übernehmen und Krisen bestehen bzw. als Chance sehen zu können. Es geht darum, gute und gescheite Lebenshaltungen von weniger guten oder gar dummen unterscheiden und gewählte Wege mit Bestimmtheit gehen zu können. Schule muss fernab von der heute gängigen „Schuldigensuche“ gewisser Medien in einer geistig sauberen Atmosphäre geschehen, denn die Feinde einer guten Erziehung sind heute so mächtig wie noch nie. Schülerinnen und Schüler müssen in die Lage versetzt werden, einen sinnvollen und tragfähigen Berufswahlentscheid treffen und dessen Folgen abschätzen zu können, und sie müssen auch imstande sein, mit neuen Freiheiten und mit den Versuchungen am Rande des Lebensweges so umzugehen, dass sie ihre Ziele nicht gleich aus den Augen verlieren. Demzufolge muss man ihnen helfen, den Rucksack so zu packen, dass nicht gleich die Hälfte wieder herausfällt, und die Wanderschuhe so zu schnüren, dass sie nicht nach dem ersten Kilometer schon aufgehen. Das eigentlich ist es, was den Beruf des Lehrers ausmacht, wenn er nicht nur Stoffvermittler und Didaktiker, sondern auch Pädagoge sein will. Die Sekundarschule Appenzell versucht dem gerecht zu werden, indem sie in ihrer Wirkungsabsicht nicht nur das Fachliche betont; es geht auch um die Vermittlung eines möglichst weiten Horizontes und eines breiten Allgemeinwissens. Man versucht deshalb, eine zu frühe Spezialisierung zu vermeiden und bietet im Laufe der drei Jahre eine Gesundheits- und eine Projektwoche, das Forum „Beruf und Wirtschaft“, das Projekt „Horizonte“, „Realienfächer“ und ein Fach mit der eigenwilligen Bezeichnung „Lebenskunde“ an, darauf hoffend, dass das so Vermittelte sich vernetzt und zu gegebener Zeit in klarem  Denken und ebensolchem Handeln zutage tritt. Zudem versucht man, Höflichkeit und Anstand zu stärken, weil ein Lächeln – und das ist beileibe kein pädagogischer Gemeinplatz - bekanntlich Türen öffnet. 

Fachliches

Deutsch, Englisch, Mathematik, Geometrie und Informatik sind Schulfächer, in denen sich die Abgänger und Abgängerinnen der Sekundarschule ziemlich sicher fühlen. Französisch, Geometrie, Physik und Chemie sind hingegen Bereiche, in denen man sich weniger wohl fühlt. Diese Dinge sind erklärbar. Innerrhoder Schülerinnen und Schüler dürfen bzw. müssen bis anhin ohne Früh-französisch leben, profitieren aber vom Früh-englisch, dessen Einführung die Gewichte zugunsten der Sprachen verschoben hat.  Natur-wissenschaftliche Fächer wie Physik und Chemie führen an der Sekundarschule Appenzell derzeit eine Art Dasein Randständiger. Schule ist jedoch ein dialektischer, vielen Einflüssen und Forderungen unterworfener Prozess. So schlug das Pendel in diesem Jahrzehnt vielerorts heftig zugunsten der Fremdsprachen aus, wo man im europäischen Vergleich Nachholbedarf ausmachte. Wenn die andere, die mathematisch-naturwissenschaftliche Seite nun lange, laut und erbärmlich genug lamentiert, der Fuss tue ihr weh, wird sich das in absehbarer Zeit relativieren.

Angenehmes Schulklima

Schülerinnen und Schüler sind der Ansicht, ihre Sozialkompetenz während der Sekundarschulzeit stärken und dazulernen zu können. 86% sagen zudem, dass sie sich an der Sekundarschule Appenzell wohl gefühlt hätten. Man habe sie, obwohl an der Schule weder Schülerparlament noch Schülerrat institutionalisiert sind, mitreden lassen, ihre Ideen aufgegriffen und sie ernst genommen. Schülermitsprache geschieht offensichtlich unmittelbar in den einzelnen Unterrichtsstunden und im Diskurs zwischen Klassenlehrkraft und Klasse. Kein Wunsch bleibt offen in bezug auf die Räumlichkeiten, denn 99% waren mit diesen mehr als zufrieden, so dass, alles in allem, ein angenehmes und tragfähiges Schulklima gegeben ist, wozu auch der Umgang der Lehrpersonen mit Schülerinnen und Schülern beiträgt. Man bekäme, so sagen Schülerinnen und Schüler, klare Zielvorgaben, der Stoff werde verständlich erklärt, die Lehrpersonen verfügten über ein sicheres Fachwissen und sie führten die Klassen konsequent zum Ziel. Sie wünschen sich,  mit Lehrpersonen offen über ihre Probleme reden zu können und gerecht behandelt zu werden. Die Motivation durch die Lehrpersonen könnte hin und wieder besser sein, doch ist dies ein Spiel, in dem viele Faktoren – unter anderem der Berufswunsch der Schülerinnen und Schüler und die von ihnen gesetzten Prioritäten – mitwirken und unter einen Hut gebracht sein wollen.

Bilanz

85% der Schulabgängerinnen und Schulabgänger denken, dass sie in fachlicher Hinsicht gut bis sehr gut auf die Anforderungen der Berufsschule vorbereitet sind. Die persönlichkeitsbildende Komponente erreicht gar einen Wert von 90%. 84 von 90 Schülerinnen und Schüler sagen, dass sie mit der Sekundarschule Appenzell zufrieden sind. Nur sechs Stimmen monieren, sie seien unzufrieden. Schülerinnen und Schüler verglichen ihre Ausbildung an der Berufsschule oder an weiterführenden Schulen in der Umfrage mit jener an der Sekundarschule. Dazu sagen sie, dass in ihrer jetzt aktuellen Ausbildung mehr im Team gearbeitet, zugleich eine hohe Selbständigkeit vorausgesetzt und Eigenverantwortung als absolutes Muss eingefordert werde. Zudem beschäftige man sich in einem weit höheren Masse mit Lerntechniken.  Hier wird die Sekundarschule Appenzell in einem zweiten Projektteil im Gespräch mit allen Beteiligten zu adäquaten Lösungen vorzustossen haben, so dass diese Tendenzen abgefedert werden können. Das bedeutet sowohl das Überdenken des Fächerangebotes als auch der Methoden, wie dieses zu vermitteln sei, und in einem weiteren Schritt die Implementierung des sinnvollen, auf Herz und Nieren geprüften, tragfähigen Neuen in Schule und Unterricht. Dazu werden eingehende, sorgfältig erwägende Diskurse auf den verschiedensten Ebenen notwendig sein, da manche Gefahren lauern, etwa heute unkritisch kultivierter Methodenmonismus, der in den pädagogischen Giftschrank verbannt gehört. Auf diese Diskussionen darf man gespannt sein, und es schadet auch nicht, wenn diese hin und wieder kontrovers geführt werden. Die Sekundarschule Appenzell wird sich demnach in der nächsten Zeit von innen heraus zu regenerieren und in mancherlei Hinsicht neue Wege zu gehen haben, um Schülerinnen und Schülern einen noch nahtloseres und besseres Überwechseln in die Berufswelt zu ermöglich und um ihnen Zukunft und Chancen sichern zu helfen.

 

 

09.06.2010

Appenzeller Sek-Schüler mit Sendung auf «Kanal K»

Anlässlich der Projektwoche der Sekundarschule Appenzell betätigten sich 18 Schülerinnen und Schüler als Radiomacher

Rund ums Thema «Appenzell» fertigten sie Beiträge über das Image des Kantons, den Dialekt, Sehenswürdigkeiten, die Sprache der Jugendlichen und zum Mittelalterspektakel.

Durch die einstündige Sendung führen Sandra Rempfler und Oliver Koller (Bild), zwei Schüler der 1. Sekundarklasse. Zu hören sein wird die Sendung auf dem Aargauer Kulturradio «Kanal K». Dieser ist zwar bei uns nicht empfangbar, doch kann die Sendung mit dem Livestream auf der Homepage www.kanalk.ch mitgehört werden. Die Ausstrahlung erfolgt am Dienstag, 15. Juni 2010, zwischen 18.00 und 19.00 Uhr.

 

 

01.06.2010

Ausbruch aus den vier Wänden des Schulzimmers

 

Appenzell. Die Sekundarschule Appenzell führt alle drei Jahre ihre Projektwoche durch. - HJE/MC

Die Projektwoche der Sekundarschule Appenzell, die in der Regel nach Pfingsten angesetzt wird, unterbricht den normalen Schulbetrieb und dessen geregelte Abläufe für vier Tage. Schülerinnen und Schüler wählen aus deiner Angebotsliste vorgängig ein Projekt aus, in das sie sich einbringen wollen und beschäftigen sich dann von Dienstag bis Freitag intensiv mit der Thematik.

Gut kommen bei Schülerinnen und Schülern Projekte an, die sportlich ausgerichtet sind und körperlichen Einsatz fordern. In dieser Hinsicht  wurden drei Möglichkeiten angeboten, eine Bodenseerundfahrt, «Fit in den Sommer» und eine weitere ähnlicher Art. Hier galt es unter anderem, kräftig in die Velo-Pedale zu treten, zu joggen, Bällen nachzurennen und sich mit Klettergärten auseinanderzusetzen.

Viel Anklang fand auch das Projekt «Big City Life», das die Stadt St. Gallen und ihren kulturellen Hintergrund zum Thema machte. Im Handwerklichen und Kreativen konnte aus einem reichen Fundus geschöpft werden. Im Projekt «Verpackt und zugenäht» ging es ums Nähen, bei dem man sich digitaler Hilfsmittel bediente, und ums Kochen. Eine andere Gruppe versuchte unter dem Titel «Der Traum vom Fliegen», diesen zu realisieren, indem ein kleines Segelflugzeug erarbeitet und am Freitag dann einem Flugfähigkeitstest unterzogen wurde.

Auch «Originelles aus Speckstein» wurde hergestellt. Mit allerhand Werkzeu-gen versuchte man der Tücke des Steins Herr zu werden, produzierte schmucke Gegenstände und auch viel Staub. Im Projekt «Der Blick durch die Linse» bauten Schülerinnen und Schüler eine einfache Kamera. In einem weiteren Projekt ging es um Elektronik und deren Anwendung. Eine kleine Gruppe von nur acht Leuten befasste sich mit den Aspekten des Kriminalromans.

 

 

13.05.2010

Experiment Nichtrauchen: vier Innerrhoder Klassen gewinnen Preise

 

Appenzell/AI. Vier Schulklassen haben beim Wettbewerb 'Experiment Nichtrauchen' einen Reisegutschein im Wert von 500 Franken, respektive Barpreise in Höhe von 300 und 200 Franken gewonnen. - AZMC

Alle anderen Klassen, die durchgehalten haben, erhalten privat gespendete Anerkennungspreise von Fr. 150.

11 Innerrhoder Schulklassen haben seit letztem November am «Experiment Nichtrauchen» der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention teilgenommen. Bei diesem schweizweiten Wettbewerb verpflichten sich Schulklassen, während mindestens sechs Monaten gänzlich (Kategorie A) oder mit ganz wenigen Ausnahmen (Kategorie B) auf das Rauchen zu verzichten. Unter jenen die durchhalten, verlost die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention 100 Reisegutscheine in Höhe von 500 Franken (Kategorie A) und 250 Franken (Kategorie B). Zudem verlost die Kommission für Gesundheitsförderung des Kantons Appenzell I.Rh. Barpreise von 300 Franken (Kategorie A) bzw. 200 Franken (Kategorie B).

Acht der Innerrhoder Klassen haben durchgehalten und vier davon konnten nun heute zu ihrer grossen Freude einen Preis entgegen nehmen:

- Klasse 6b von Hanspeter Masina, Primarschule Gringel: Reisegutschein im Wert von 500 Franken
- 6. Klasse von Beat Ottiger, Schwende: Reisegutschein im Wert von 500 Franken
- Klasse 1d von Bruno Gregorin, Sekundarschule Hofwies: Barpreis von 300 Franken
- Klasse 2b von Luzius Gruber, Sekundarschule Hofwies: Barpreis von 200 Franken

Jenen Innerrhoder Klassen, die es ebenfalls geschafft haben, im letzten halben Jahr rauchfrei zu bleiben, und denen kein Preis zugelost wurde, erhalten privat gespendete Anerkennungspreise von Fr. 150 je Klasse.

 

 

28.04.2010

Supervisioniert, teamfähig, pflegeleicht

Kantonale Lehrerkonferenz: Aufruf zu berufspolitischer Solidarität

Am Montag tagte in der Aula Gringel die kantonale Lehrerkonferenz (LAI). Als neue Kassierin anstelle von Priska Erni beliebte Jacqueline Rusch. Präsident Stephan Streule äusserte sich zu übermässigen Belastungen der Lehrkräfte.

Eine Umfrage des Dachverbandes Lehrer Schweiz (LCH) hat zutage gefördert, dass Schweizer Lehrkräfte Europameister sind in Sachen zeitlicher Belastung: Sie arbeiten 208 Jahresstunden mehr als jene des zweitplatzierten Ungarn. Das sei unzumutbar, hielt Stephan Streule fest. Die Aufgaben, die eine Vollzeit-Lehrkraft zu erfüllen habe, sei kaum mehr zufriedenstellend zu bewältigen. Das führe dazu, dass viele Lehrkräfte ihr Pensum reduzieren, wonach Versorgungslücken durch Teilzeitlehrkräfte geschlossen würden, welche geringeren Lohn und eigentlich grössere Arbeitszeit in Kauf nehmen müssten, als das Pensum vorgibt.
Der Präsident betonte: «Es ist nicht der Unterricht, der die Lehrpersonen belastet, sondern Betreuung, Beratung, Gemeinschaftsarbeit und Administration.» In diesem Zusammenhang dürfe man sich die Frage stellen, ob das Projekt ISF (integrierende Schulform) nicht auch wieder eine Zusatzbelastung bringe.
Der Erziehungsdirektor, Landammann Carlo Schmid-Sutter, nahm den Ball auf und versicherte: «Wir werden versuchen, die Belastungen in einem erträglichen Mass zu halten.» Trotzdem müssten einige Konzepte am Laufen gehalten werden, etwa die Evaluation von Schulsoftware. Auch habe man beschlossen, Sicherheitskonzepte für die Schulhäuser aller Stufen zu entwickeln, die im Sommer einer breiten Diskussion unterzogen werden sollen.
Geehrt wurden diesmal nicht weniger als 23 Lehrkräfte für langjährige Tätigkeit im Kanton wie folgt: 40 Jahre: Linus Fetz, Real Appenzell; 35 Jahre: Elmar Dörig, Primar Oberegg; 30 Jahre: Eveline Walker, Primar Gonten; Gerold Breu, Primar Haslen; 25 Jahre: Doris Weishaupt, TW* Gonten; Vreni Knechtle, TW Appenzell; 20 Jahre: Elisabeth Dobler, DL* Appenzell; Beatrice Kölbener, Primar Schwende, Thomas Eigenmann und Silvia Favale, Primar Appenzell; Claudine Kölbener, KiGa Meistersrüte, Andreas Mollet, Primar Brülisau; 15 Jahre: Rita Neff, TW Appenzell; Claudia Streule, Primar Appenzell; Doris Hasler, DL Appenzell; Annemarie Jud, Primar Appenzell; Brigitte Brülisauer, TW Appenzell,Haslen, Schlatt; Nadia Büchel, Primar Appenzell; Antonia Huber, KiGa Appenzell; 10 Jahre: Roman Fässler, Sek Appenzell; Corina Kast, Primar Appenzell, Eveline Schwarz, Primar Oberegg; Reto Tobler, Real Appenzell. *) TW = Lehrkraft für Textiles Werken; DL = Deutschlehrkraft

 

 

23.03.2010

Stoppt den unfairen Handel!

Bildungstag zu Themen des Fastenopfers: Kultur und Entwicklung ins Zentrum gerückt

Gestern kamen die Schülerinnen und Schüler der 2. Sekundarklassen in Appenzell zu intensiver Auseinandersetzung mit dem «fair trade»-Gedankengut. In Workshops wurde Chancengleichheit erlebbar, und sinnliche Erfahrungen waren möglich.

An Plakaten und Fernsehspots zum Thema «Stoppt den unfairen Handel – Recht auf Nahrung» kommt wohl niemand ganz vorbei: Der Pokerspieler aus dem übermächtigen Europa, der alles an sich rafft und den Rest der Welt mutlos zurücklässt, bietet ein einprägsames Bild. Und doch besteht die Möglichkeit, dass man das Szenario als alltäglich hinnimmt, als Gott gegeben abhakt oder schlicht darüber hinwegsieht.

In Workshops konnten die 110 Zweitklässler der Sek Appenzell dem Themenkreis mit persönlichem Einsatz näher kommen. Da wurde dem Wert unserer Einkaufsgüter nachgefragt, ihre Herkunft und Machart unter die Lupe genommen. Unter dem Titel «Das T-Shirt wächst in Afrika» kam die Verantwortung des Käufers zur Sprache: Er soll den günstigen Preis in Relation setzen zu Hungerlöhnen, Kinderarbeit und Ausbeutung.

Die Jugendlichen konnten am beliebten Spiel «Reise nach Jerusalem» hautnah miterleben, wie demotivierend es ist, wenn man an den Rand gedrängt wird. Und wie klein die Motivation zur Eigenleistung wird, wenn die Belohnung ausbleibt. Spiele ohne Sieger sind keine Erfindung der Neuzeit – doch der Kampf ums Überleben ist kein Spiel!

 

 

11.03.2010

Sich auf gesunde Seite des Lebens begeben

Am Dienstag führten die ersten Klassen der Sekundarschule Appenzell ihren Gesundheitstag durch.

Am Dienstag besuchten die fünf ersten Klassen der Sek Appenzell insgesamt sechs Veranstaltungen, die Fragen rund um die Gesundheit nachgingen. Der Gesundheitstag, den die Sekundarschule zum zweiten Male durchführte, soll einen festen Platz in dem auf drei Jahre ausgerichteten Projektprogramm erhalten und Schülerinnen und Schüler zu einem bewussten Umgang mit ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit anregen.

Begleitet man eine Klasse durch den Tag, so zeigen sich die verschiedenen Themen, die aufgegriffen wurden, um den Umgang mit Körper und Geist in einer der Gesundheit förderlichen Weise zu üben. Dr. med. Jürg Barben vom Kinderspital St. Gallen hielt in den ersten Morgenstunden ein umfassendes Referat unter dem Titel «Tabaklobby und Kinderfängerei».

Nicole Borra, Schulsozialarbeiterin in Appenzell, versuchte, Schülerinnen und Schüler für gruppendynamische Prozesse zu sensibilisieren und deren Wahrnehmung anhand von Spielen zu üben, wobei sie von einfachen Fragestellungen ausging: Wer bin ich? Unter welchen Bedingungen fühle ich mich in einer Gruppe wohl? Worin liegen die Stärken und allenfalls die Schwächen einer Gruppe. Wie gut kennen wir uns als Klasse?

In der Veranstaltung von Sabine Felber ging es um Aspekte der Sexualität und um ein Kaleidoskop von Fragen zu diesem Thema, das die Jugendlichen früher wie heute stark bewegt, und um die Klärung von Halbwahrheiten.

René Isenring von der Aikido-Gruppe Appenzell gab eine Einführung in die Aikido-Techniken. Aikido ist, so erfuhren Schülerinnen und Schüler, keine angriffige Kampfsportart, sondern dient der intelligenten Verteidigung. Natürlich durften hier dann Wurf- und Haltetechniken geübt werden.

In der Veranstaltung von Michael Hanke wurde eine meditative Reise ins Innere unternommen und somit geübt, sowohl nach aussen wie auch nach innen zu schauen.

Eine Stunde wurde von den Klassenlehrkräften gestaltet. Hier ging es ebenfalls darum, herauszubekommen, wie man gesund bleiben kann und was dabei förderlich und was eher hinderlich ist.

 

 

06.03.2010

Ein Weidenhaus für «Rapunzel»

Appenzeller Sekundarschülerinnen und -schüler haben auf dem Waldspielplatz bei Steinegg ein Weidenhaus gebaut

Am letzten Samstag haben zehn Sekundarschülerinnen und -schüler des Wahlfachkurses «Werken mit verschiedenen Materialien» unter der Anleitung von Lehrer Christoph Köpfli auf dem Waldspielplatz «Rapunzel» bei Steinegg ein Weidenhaus gebaut.

Zuerst wurden in privaten Gärten und am Sitterufer geeignete Weidenruten geschnitten. Dann musste für die Weiden ein Pflanzgraben ausgehoben werden. Löcher wurden vorbereitet und die Ruten hineingestellt. Jetzt konnten sie gebogen und in der gewünschten Form zusammengebunden werden.
Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Äste zwar genügend stark befestigt werden, gleichzeitig aber die Rinde nicht verletzt wird, denn die Ruten sollen ja weiter wachsen. Auch dürfen sie beim Biegen nicht knicken. Zur Verstärkung wurden im unteren Teil weitere Ruten als Wandverkleidung eingeflochten. Anschliessend wurde der Pflanzgraben mit Erde zugeschüttet und die Weiden stark gewässert.
Das fertige Weidenhaus sollte mit dem Beginn des Frühlings Wurzeln bilden und Blätter austreiben. Damit die zarten Wurzeln aber nicht beschädigt werden, darf es erst Anfangs Sommer betreten werden.