30.10.2013

«Bei den Patienten bin ich ganz ich»

Sekundarschule in Appenzell: Forum Beruf und Wirtschaft für die 2. Klassen, Gesundheitstag für die 1. Klassen



Intensiven Schulunterricht der besonderen Art erlebten am Dienstag die Sekschülerinnen und Sekschüler in Appenzell: Die 2. Klassen nahmen am «Forum Beruf und Wirtschaft» teil, für die 1. Klassen wurde der Gesundheitstag organisiert. Beide Schulprojekte gehören schon seit längerer Zeit zum Repertoir der Sek, dieses Jahr wurden sie aber erstmals am gleichen Tag durchgeführt.

«Wenn ich bei den Patienten bin, dann bin ich ganz ich», schwärmte eine Lernende, die über ihre Erfahrungen als zukünftige Pflegefachfrau berichtete. Zum Forum Beruf und Wirtschaft gehört jeweils auch dieses Angebot: die Sekschüler erfahren von nur leicht älteren Berufseinsteigern, wie sie sich fühlen, wie zufrieden sie sind mit der Ausbildung, für die sie sich entschieden haben. Auch der zukünftige Hochbauzeichner war des Lobes voll über seine neue Tätigkeit: «Da tuen i verrockt geen.» Er macht selbstbewusst Werbung für seine Ausbildung: «Die Architekten sind mehr fürs Ästhetische zuständig, wir aber zeichnen die Pläne bis ins Detail. Deshalb gibt es nicht wenige, die behaupten, Architekten, die zuerst eine Lehre als Hochbauzeichner gemacht haben, sind besser als solche, die direkt Architektur studiert haben.» Mit Lukas Sutter vom BBZ Herisau waren sechs Lernende nach Appenzell in die Sekschulhäuser Hofwies 1 und 2 gekommen, um über ihre sehr unterschiedlichen Berufe zu berichten und den Innerrhoder Sekschülern so die eigene Berufswahl etwas zu erleichtern.

Pflege und Technik
Beim Eintreten hörten sich lauter Mädchen die Ausführungen der Pflegefachfrau an. Typisch, dachte das Vorurteil, dabei braucht es doch sicher auch Pflegefachmänner. Ein ausführlicher Rundgang belehrte dann aber eines Besseren. Natürlich gibt es immer noch geschlechterspezifische Vorlieben, ganz klar, das darf und soll so sein, aber die Interessen sind doch zumindest etwas durchlässiger geworden. Die Ausführungen des zukünfigen Elektrikers zum Beispiel hörten sich zeitweise ebenso viele Mädchen an wie Knaben – von wegen Frauen interessieren sich nicht für Technik. Was der «Stromer in spe» zu berichten wusste, stiess – wie man den Zuhörenden deutlich ansehen konnte – auf faszi­nierte Aufmerksamkeit. Ziemlich erstaunt gestutzt hat der Berichterstatter dann aber, als er den Zettel «Metzgerei Koller» liest und lauter Mädchen in der Runde sieht. Ist das Metzger–Handwerk die neue Leidenschaft junger Innerrhoder Frauen? Allerdings handelte es sich, wie sich herausstellte, um die Ausbildung zur Fleischfachfrau (oder Fleischfachmann). Dieser Beruf ähnelt in vielem dem von Verkäuferinnen, allerdings müssen die Absolventinnenen zusätzlich auch noch über das berufsspezifische handwerkliche Können verfügen: nicht als Metzger im Schlachthof, vielmehr im Bereich der Fleischveredelung.

Suche und Bewerbung
Erfahrungsaustausch ist das eine, fundierte Informationen sind das andere. Im Forum Berufsberatung unter Leitung von Eva Feierabend und Werner Hugener, beide vom Berufsinformationszentrum (BIZ), erfuhren die Zweitsekler einiges über Eignung und Neigung für diesen oder jenen Beruf. Monique Kotesovec, H&S, sowie Manfred Guidolin, Migros, teilten Wissenswertes über Berufe des Verkaufs und über Kaufmännische Berufe mit. Und Markus Sutter, Bäckerei, und Rico Roduner, kantonale Verwaltung, erklärten, wie man eine Lehrstelle sucht und sich richtig bewirbt.

Weniger Schoggi, weniger Sirup
Der Gesundheitstag für die Erstsekler fand mehrheitlich im Schulhaus Engelgasse statt. Nur das Forum Jazzercise, wo es um Bewegung und Gesundheit ging und das von die Jazzerciserin Daniela Rötheli leitete, wurde zweckmässigerweise in den Gymnastikraum der Sporthalle Wühre verlegt. Bewegung ist das eine, Ernährung das andere, befand die Ernährungsberaterin Dintheer – ter Velde. Wer braucht das eigentlich: Ernährungsberatung? Ziemlich viele sind betroffen: Zu leichte und zu schwere Menschen zum Beispiel. Und solche die unter Diabetes leiden. Oder eine Mangelerscheinung aufweisen. Sicher, den allzu Dicken kann man locker und zu recht empfehlen: weniger Schoggi, weniger Sirup! Das Schwierige aber besteht darin, seine liebgewonnenen Gewohnheiten zu ändern. Gesund wären, wir alle wissen es, Gemüse, Salat und Früchte. Frau Dintheer – ter Velde stieg mit einem Quiz ins Thema ein: Zum Ersten wurde die Lebensmittelpyramide farblich geordnet, zum Zweiten waren drei vegetarische Menüvorschläge zusammenzustellen und als Drittes folgte die knifflige Schätzung: Wieviel Zuckerwürfel hat es in Shorley, Ice Tea, Coca Cola oder Red Bull?

Die Versuchung Alkohol
Einen ganz anderen Aspekt von Getränken behandelte Alfred Felix: Alkohol. «Eine Frage des Masses» lautete der Titel seiner Lektion – fast schon philosophisch, ist doch vieles, vielleicht fast alles, was wir tun, eine Frage des Masses. Beim Alkohol aber ist diese Frage ganz besonders existenziell. Beeindruckend, wie Felix es verstand, eine Sprache zu verwenden, die bei den Jugendlichen ankommt – nicht anbiedernd, nicht verschleiernd, ziemlich frontal, dabei aber sachlich fundiert. Oder versuchen Sie einmal, vor einer Klasse 14–Jähriger zu erklären, dass 30 Prozent der über 30–jährigen Männer Potenzprobleme haben, viele davon wegen zu viel Alkohol. (Mädchen, die bei diesen Ausführungen aufgeatmet haben, führte Felix schnell auf den Boden der Realität zurück: auch Alkohol und Mutterschaft passen schlecht zusammen.) Oder machen Sie den Jugendlichen einmal klar, dass Sie nicht vor Alkohol warnen, weil Sie ihnen die Lust daran nicht gönnen, sondern um sie vor etwas abzuhalten, das sie später schwer büssen werden. Wenn ein Erwachsener Alkohol in Massen trinkt, okay, aber bei Heranwachsenden sind die Spätfolgen sehr schnell sehr gravierend – und 1,8 Promille in Blut kann einen 14–Jährigen ins Koma stürzen. Und kann lebensgefährlich sein.«Wir möchten nur, dass ihr euerm Körper Sorge tragt», erklärte Alfred Felix. Dass Gesundheit aber auch von der Psyche, dem Seelenzustand abhängt, zeigte das Forum «Meine Klasse und ich», geleitet von Nicole Borra und Martin Weidmann: Wer sich wohl fühlt, wird weniger krank, ohne Zweifel.



27.09.2013

Heinz Bigler - der schnelle Berner

 

Seit 41 Jahren unterrichtet Heinz Bigler als Sportlehrer an der Sekundarschule Appenzell. In den frühen 70er-Jahren spielte der Berner als linker Flügel beim FC St. Gallen, 1991 war er sogar für kurze Zeit Trainer auf dem Espenmoos.

FREDI KURTH

APPENZELL. Berner haben ihre sprichwörtliche Langsamkeit schon oft widerlegt. Heinz Bigler gelang dies in seiner Zeit beim FC St. Gallen auf mannigfaltige Weise. Das erste Mal kamen die Anhänger nicht aus dem Staunen heraus, als der flinke Flügel 1972 mit weissen Fussballschuhen über den Rasen des Zürcher Hardturms flitzte. Schon die Farbe war für die damalige Zeit, als Fussballschuhe schwarz sein mussten wie Lackschuhe, etwas Ungeheuerliches. Doch mehr noch: Heinz Bigler schoss beim 4:1-Sieg im Abstiegsentscheidungsspiel gegen Luzern ein Tor selber und bereitete die andern drei vor.

Bald in Pension

Nicht wenigen Schülern der Sekundarschule Appenzell, wo Heinz Bigler seit 41 Jahren als Sportlehrer tätig ist, dürfte noch eine weitere Form von Rasanz aufgefallen sein: Bigler spricht auch schnell. Und das dürfte über seine Pensionierung hinweg, die im nächsten Sommer fällig ist, anhalten.

Ein Berner in Appenzell: Das scheint in diesem Fall eine gute Liaison zu sein. Auch Biglers Frau Christa ist Appenzellerin. Seine Herkunft hat indessen auf die drei Söhne abgefärbt: Sie sind alle YB-Fans. «Ich denke, der Lieblingsverein hängt meistens mit der Jugendzeit eines Menschen zusammen», sagt Bigler. Mit YB ist er gross geworden, als Bube hat er die grosse Zeit der Clubgeschichte mit vier Meistertiteln in Serie erlebt. Das bleibt haften.

Mit Carlo Hidber im Reinen

Trotz seiner relativen Abgeschiedenheit im Appenzellerland hat sich Bigler immer wieder in Erinnerung gerufen. Im Herbst 1991 übernahm er den FC St. Gallen in fast aussichtsloser Situation und führte ihn noch in die Finalrunde. Bei seinem Début zogen die Grasshoppers 0:2 geschlagen vom Espenmoos. Schnell ging es für den Berner auch im Frühjahr: Er wurde zum allgemeinen Unverständnis von einem Tag auf den andern entlassen. «Später habe ich mit dem damaligen Präsidenten Carlo Hidber alles besprochen. Wir haben es heute gut miteinander.»

Plötzlich Chefreporter

Als Schnellsprecher mit präziser Fachanalyse entdeckte ihn auch das Schweizer Sportfernsehen. Der Co-Kommentator musste einmal sogar – beim Match Kriens gegen St. Gallen – unverhofft als alleiniger Reporter einspringen. Etwas hilflos, untypisch für seine Art, bat er Claudia Lässer im Studio um Rat. «Das kannst Du sicher auch alleine», beschied sie ihm. Bigler lavierte sich nicht ungeschickt über die 90 Minuten, während ihm seine Frau danach vorwarf: «Du hast den Reporter ja gar nie zu Wort kommen lassen.»



11.07.2013

Wo Bär und «Gäss» heiraten

Von Jugendlichen gefertigte Tafeln beschildern den wieder belebten Stäggelenweg zwischen Gais und Appenzell

300 Schülerinnen und Schüler aus Gais und Appenzell wanderten am letzten Schultag auf dem wieder belebten Stäggelenweg von Gais nach Appenzell. Ihre originell umgesetzten Tierfiguren weisen Spaziergängern den Weg und bringen sie zum Schmunzeln.

Kurz nach dem Start beim Parkplatz Weier vor dem Gaiser Dorfeingang führt das Teersträsschen auf eine kleine Anhöhe mit Antenne. Am Rand grasen regenbogenfarbige Ziegen. Bei der Kantonsgrenze vermählen sich Appenzeller Bär und «Gääser Gäss».Der Weg führt einmal entlang dem Weidezaun auf der rechten Talseite, dann über Flurstrassen an Bauernhöfen vorbei und über Wiesland zum Sammelplatz bei Meistersrüte. Dort balanciert der Bär mit Serviette über dem Arm, Champagnergläser auf dem Tablett. Weiter gehts über die Lehnstrasse und das Kirchenlehn Richtung Appenzell. Unterwegs segelt ein Gleitschirmbär vom Himmel und marschiert eine Bärin im roten Jupe mit dem Handtäschli in der Tatze vorbei.

Bären und Ziegen als Wegweiser
Die über 50 Holz– und Metallbären haben Schülerinnen und Schüler der Real– und der Sekundarschule Appenzell und die Ziegen Sechstklässler aus Gais ausgesägt, bemalt und mit sehr viel Fantasie zusammengebaut und ausstaffiert. Die reliefartigen Bären und die Bärentafeln wurden nach einer Vorlage des Appenzeller Grafikers Philipp Broger gestaltet. Dabei wurden die Landesfarben Schwarz, Weiss und Rot verwendet und Elemente wie die Umrisse der Appenzeller Kantone oder der symbolische Ring.Einige Bären wurden schon vor ein paar Tagen im Innerrhoder Hauptort platziert. Andere werden am 1. August, wenn der Bezirk Appenzell zusammen mit der Gemeinde Gais den Bundesfeiertag begeht, den Weg zum Festplatz beim Gymnasium weisen. Am 1. August wird der Wanderweg nach dem Brunch auf dem Gaiser Dorfplatz mittags offiziell eingeweiht.

Wege und Beziehungen beleben
Am vergangenen Freitag, dem letzten Schultag vor den Sommerferien, haben sich 300 Mädchen und Burschen und gut 30 Lehrkräfte in Gais getroffen, um den Stäggelenweg zu erwandern und zum ersten Mal «ihren» Bären in freier Natur zu begegnen. Der ein wenig in Vergessenheit geratene Wanderweg wurde wieder belebt und ausgeschildert – ein Gemeinschaftsprojekt von Gais und Appenzell als bleibendes Andenken an das Kantonejubiläum AR°AI 500. Das Festjahr mit Freilichttheater, Wanderbühne und gemeinsamen 1.–August–Feiern steht unter dem Motto «Banden und Bündnisse bilden».Frau Bezirkshauptmann Lydia Hörler aus Appenzell begrüsste die Jugendlichen und Lehrpersonen in Gais und bedankte sich für die beeindruckend kreativen Objekte. Sie erzählte vom Schotte Sepp, der im 18. Jahrhundert den Stäggelenweg entlang ging, um die Molke von den Innerrhoder Alpen in die Gaiser Kurhäuser zu tragen. «Mit dem Stäggelenweg werden nicht nur Wege wieder belebt sondern auch Beziehungen», sagte sie. Am Mittag trafen die Schulklassen in der Appenzeller Badi ein wo sie das Schuljahr genüsslich ausklingen lassen konnten.



25.05.2013

«Bären in allen Lebenslagen»

Die Real– und Sekundarschüler in Appenzell üben sich in Kreativität



Es ist ein spannendes Projekt, das die Oberstufe Appenzell im Rahmen des Kantonsjubiläums «AR°AI500» zugeschanzt erhielt: Wegweiser werden gebaut, welche ab dem 1. August einen wieder belebten Wanderweg von Gais nach Appenzell säumen sollen.

Der Weg von Gais über Stäggelen und Guggerloch besteht von alters her. Aber er wird – zumindest bis Meistersrüte – nur mehr selten begangen. Das soll sich ändern, denn die Gemeinde Gais und der Bezirk Appenzell feiern dieses Jahr im Zeichen des 500–Jahr–Jubiläums den 1. August gemeinsam. Als nachhaltig «völkerverbindendes Element» hat das OK beschlossen, den Wanderweg ins Zentrum des Rahmenprogramms zu stellen.

Elemente des Bezirkswappens
Die Oberstufen beider Gemeinden wurden gebeten, Wegmarken zu schaffen, die ab dem Nationalfeiertag über längere Zeit Bestand haben werden. Real– und Sekschüler sind in Appenzell seit den Frühjahrsferien dabei, in Auseinandersetzung mit den Elementen des Bezirkswappens kreative Lösungen zu entwickeln. Der Bär und der rote Ring ermöglichen ungeahnte Spielformen, wie nach und nach ersichtlich wird. Die Sammlung an lustigen Wegweisern wächst von Woche zu Woche.

Phantasie beflügelt
Anfänglich hätten die Klassen– und Werklehrer einige Marken gesetzt, sagt Franz Mazenauer, der das Projekt in der Realschule Appenzell auf Wunsch des Schulrates lanciert hat. Man habe den Grafiker Philipp Broger als Impulsgeber ins Boot geholt. Gemeinsam entwickelte die Pilotgruppe die Idee, den Umriss des Kantonsgebiets beider Appenzell als Plattform zu verwenden. Aus roh gesägtem Holz gezimmert und dann ausgesägt, bildet sie den soliden Hintergrund für Spielereien mit dem stolzen Bären. Was der alles tun soll, entscheiden die Schülerinnen und Schüler. Die einen setzen ihre Ideen zeichnerisch oder in Collagen um, andere entwickeln die endgültige Form mit Folien, und die Gewieftesten animieren sie am Computer.

Holz, Metall, Farbe und Accessoires
Bären in allen Lebenslagen werden es sein, wie die bisher fertig gestellten Werke veranschaulichen. Das Wappentier auf Rollerblades, mit Tennisschläger oder Einkaufstasche ausgerüstet, der Bär beim Zusammentreffen mit der Bärin, der Bär am Gleitschirm oder der Fussballerbär – sie alle haben ihre Berechtigung und weisen hin auf einen vielfältigen Lebensraum (nicht nur für Bären). Und sie verraten viel Liebe zum Detail und Teamwork, denn mehrere Disziplinen des Schulunterrichts werden beansprucht, wie ein Augenschein im Schulhaus Gringel zeigte.Während in der Holzwerkstatt Formen ausgesägt und bemalt werden, schweisst ein Schüler in der Metallwerkstatt den Hula–Hoop–Ring eines fast fertigen Bären zusammen. Und im Raum daneben zeichnet ein Mädchen bereits die Umrisse des nächsten Petz auf ein blankes Blech. Die Werklehrer kümmern sich ums technische Detail. Wünsche nach Dreidimensionalität, die von Seiten der Ideengeber zunehmend entwickelt werden, bereiten auch ihnen Kopfzerbrechen.

 



11.05.2013

Von Büroklammer zum Fitness-Abo "hochgetauscht"

Ungewöhnliche Projektarbeit der Sekschülerinnen Corina Fischli und Katarina Gobac

Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Appenzell  beschäftigten sich über ungefähr zehn Wochen lang mit verschiedenen Projektarbeiten. Die Schülerinnen Corina Fischli und Katarina Gobac haben sich für ein Tauschprojekt entschieden, bei dem es darum geht, den Wert eines Gegenstandes möglichst hoch zu steigern. Gestartet wurde  mit einer einfachen Büroklammer. Mit dieser brachen die beiden Mädchen ins Dorf auf. Am Anfang wurden Passanten angesprochen und über das Ziel des Projekts informiert. Das Objekt, das zum Tausche stand, wurde durch ein wertvolleres eingetauscht, wie zum Beispiel von einer Büroklammer zum Massstab, hinüber zu einer Personenwaage. Ihnen ist auch bewusst geworden, dass sie nicht jeden Gegenstand annehmen können, denn es musste etwas Neutrales sein, damit sie auch weiterkamen. Viele  Leute beteiligten sich gerne an ihrem Projekt und waren sehr erfreut über das Engagement der beiden, weshalb sie gut vorankamen. Als sie mit Passanten nicht mehr weiter kamen, versuchten sie es in verschiedenen Geschäften, wie in der Landi, im Käsegeschäft Sutter, im Alpsteinsport sowie auch im Trekking Sport. Im Allgemeinen kamen sie auch dort gut voran, doch sie mussten auch erfahren, dass nicht alle Leute von ihrem Projekt so erfreut waren. Die beiden Mädchen brachten es am Ende sogar bis zu einem Fitnessabo vom Women’s World im Wert von ungefähr 120 Schweizer Franken. Katarina Gobac und Corina Fischli sind sehr zufrieden mit ihrem Projekt, denn am Anfang waren sie sehr skeptisch, ob es wirklich funktionieren wird.

 

22.11.2012

Eine herzerwärmende Unterhaltung
Appenzell Die zweite Sekundarschule veranstaltete am Donnerstagabend das Konzert Let’s Showtime» und sorgte mit einem frischen, abwechslungsreichen Programm für beste Unterhaltung. - cm


Die Schülerinnen und Schüler der zweiten Sekundarschule durften wählen, ob sie singen, schauspielern oder ein Tanzstück vorführen wollten. So präsentierte sich das Programm «Let’s Showtime» entsprechend abwechselnd. Die Klasse 2d führte ein Abenteuer des kleinen Nick – Le Petit Nicolas – bald spitzbübisch lächelnd, bald unschuldig ernsthaft auf. Grossartig waren die Darsteller und der Text ausschliesslich in französischer Sprache gesprochen. Bald betrat Rapper Vlade die Bühne in der Hofwiese und überzeugte mit seinem Sprechgesang. Die Liederauswahl der Klassen war bunt gemischt: «Lila Wolken», «Rolling in the Deep», «Let it be» von den Beatles oder «Jar of Hearts». Die Mischung aus top aktuellen und sanft schwingenden Liederstücken gefiel den Gästen. Die Sängerinnen und Sänger verblüfften mit ihren Aufführungen. Dazwischen ein erheiternder Sketch zum Thema «Schule» oder «Der Zauberlehrling» von Johann Wolfgang von Goethe mustergültig vorgetragen in Reimwörter. Und nicht zu vergessen, die charmanten Ansagen. Ob in gedimmten oder farbigen Licht, die optische Präsentation setzte gekonnt Akzente. Die investierte Arbeit der Schülerinnen und Schüler und ihrer Lehrer konnte von den anwesenden Gästen heraus gespürt werden und wurde mit viel Applaus belohnt. «Bravo, super, fantastisch», lobte Luzius Gruber vom Leitungsteam der Sekundarschule die Jugendlichen und gratulierte zu den Glanzleistungen. «Es braucht Mut, auf der Bühne zu stehen und zu zeigen, was man kann.» Das gut gelaunte Publikum durfte zum Schluss abstimmen, ob die Klasse 2a von Andrea Bischofberger, die 2b von Wolfgang Petter oder die 2d von Nina Lugger die gefälligste Darbietung aufführte. Wer auch immer gewinnt, jedes Herz erwärmte sich ob dem Dargebotenen.